Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung
Vielleicht hat dir jemand mal erzählt, wer du bist.
Vielleicht hast du es angefangen irgendwann zu glauben.
Aber was, wenn das gar nicht deine Wahrheit war?
Was bedeutet Manifestieren?
Manifestieren bedeutet, dass wir uns mit der Kraft unserer Gedanken unsere eigene Realität im Hier und Jetzt schaffen.
Um dir zu verdeutlichen, was genau ich damit meine, möchte ich dir eine kleine fiktive Geschichte erzählen, die dir verständlich machen soll, welche Macht Worte haben und wie aus ihnen mit der Zeit eine Realität heranwachsen kann, die nicht deinen eigenen Wertevorstellungen, Bedürfnissen, Eigenschaften, Fähigkeiten und deiner eigenen Persönlichkeit entspricht. Diese Geschichte soll dir verdeutlichen, wieso Manifestation für viele Menschen so machtvoll sein kann.
(Fiktive Geschichte)
Aus ihren Worten formte ich meine Gedanken
Immer wieder hat er gesagt: >>Du bist egoistisch! Du kommst immer nur an, wenn du etwas brauchst!<<, >>Du brauchst mich gar nicht um Hilfe zu bitten. Du tust ja auch nichts für mich.<<. Besonders in den ersten Jahren meines Lebens wurde ich von meinem Umfeld und insbesondere von meinen engsten Bezugspersonen geprägt, aber auch im Laufe meines Lebens habe ich Erfahrungen gemacht, die mich beeinflusst haben. Ich habe mit der Zeit positive und negative Überzeugungen über mich selbst entwickelt, weil ich immer und immer wieder die gleichen Dinge zu hören bekommen habe. Deswegen denke ich heute, dass ich egoistisch bin, dass ich keine Bedürfnisse haben darf, dass ich ein schlechter Mensch bin, wenn ich Hilfe annehme, ohne etwas dafür getan zu haben. Ich denke, dass ich nie genug dafür tue, damit ich eine Pause verdient habe. Ich denke, dass ich nie genug dafür getan habe, um mir eingestehen zu dürfen, dass ich ausgebrannt und überlastet bin. Ich bin nur dann gut genug und wertvoll, wenn ich funktioniere, wenn ich keine Bedürfnisse und keine Grenzen habe.
Meine Gedanken werden zu Worten und Taten
Ich habe ein Tonband in meinem Kopf, mit Sätzen, die ich immer und immer wieder abspielen kann: >>Ich kann das alleine. Ich brauche keine Hilfe.<<, >>Kann ich DIR helfen? Kann ich DIR etwas abnehmen?<<.
Mein Alltag ist geprägt von der fehlenden Fähigkeit Bedürfnisse und Grenzen zu äußern, durch ausgeprägten Fleiß, zu wenig Selbstfürsorge und durch das fehlende Vertrauen Hilfe bedingungslos annehmen zu dürfen. Ich helfe anderen, obwohl ich selbst Hilfe brauche, ich entlaste andere, obwohl ich selbst Entlastung brauche, ich sage >>Ja<<, obwohl ich >>Nein<< meine.
Meine Worte & Taten werden zur Gewohnheit
Ich gebe mir Mühe in meiner Rolle zu bleiben, weil ich denke, dass sie mich vor Verletzungen schützt. Ich füttere meine Rolle Tag für Tag, Jahr für Jahr mit falscher Anerkennung, falscher Wertschätzung, falscher Liebe und meine Persönlichkeit, mit all meinen Bedürfnissen, Grenzen, Rechten, Eigenschaften, Wertevorstellungen und Fähigkeiten, die sich immer noch hinter dieser Rolle, hinter dieser Maske verbergen, werden langsam aber sicher mehr & mehr ausgehungert. Nun verletzen nicht mehr andere mich. Das tue ich jetzt ganz alleine, indem ich meine Bedürfnisse ignoriere, indem ich meine Persönlichkeit nicht auslebe, indem ich meine Fähigkeiten ausbremse, indem ich auf mein Recht verzichte, indem ich andere meine Grenzen überschreiten lasse. Ich frage mich: >>Bin ich egoistisch, wenn ich nein sage?<<, >>Habe ich das Recht, meine Grenze zu äußern oder bin ich dann ein schlechter Mensch?<<, >>Habe ich es verdient gut behandelt zu werden und Hilfe zu bekommen?<<. Ich merke nicht einmal mehr, welche Verletzungen ich mir Tag für Tag, Jahr für Jahr zufüge. Ich habe mich daran gewöhnt. Das ist mein Alltag geworden.
Meine Gewohnheiten werden zu Eigenschaften meiner Persönlichkeit
Allmählich verwische ich meine eigene Persönlichkeit immer mehr mit meiner Rolle. Ich entferne mich so sehr von mir selbst, von dem, was ich wirklich bin, was ich wirklich will und was ich wirklich kann, dass sich die Diskrepanz zwischen meiner Rolle und meiner Persönlichkeit nur noch über körperliche Symptome oder Leid äußert.
Das Gleichgewicht zwischen Hilfsbereitschaft und Durchsetzungsfähigkeit, habe ich ausgehebelt, meine Eigenschaft zur Hilfsbereitschaft habe ich gefüttert. Sie ist nun ein großer Teil meiner Persönlichkeit, wo hingehend ich meine Durchsetzungsfähigkeit ausgehungert habe. Sie ist nur noch ein winziger Teil meiner Persönlichkeit.
Wenn andere sagen, was sie an mir bewundern, dann ist es nicht meine Fähigkeit meine Bedürfnisse und Grenzen zu äußern/durchzusetzen und gleichzeitig hilfsbereit zu sein, mich um andere zu kümmern und gleichzeitig auf meine Bedürfnisse zu achten. Sie bewundern meine ständige Bereitschaft zu helfen und selbstlos zu sein. Sie bewundern mich für etwas, das so stark ausgeprägt ist, dass es mir schadet, weil ich es nicht mehr schaffe das Bindeglied (Bedürfnisse äußern, Grenzen setzen, Selbstfürsorge) für das Gleichgewicht zwischen Hilfsbereitschaft und Durchsetzungsfähigkeit zu schaffen.
Manifestation
Mit Manifestation möchte ich dir helfen, dich aus deiner antrainierten & fremdbestimmten Realität wieder in eine selbstbewusste & selbstbestimmte Realität zu holen. Wenn du einmal ehrlich zu dir selbst bist, welcher dieser Menschen, die dir sagen, wer du bist oder zu sein hast, wird am Ende deines Lebens an deiner Stelle für dich sterben wollen, weil du die Großzügigkeit besessen hast, ihren Erwartungen gerecht zu werden? Welcher dieser Menschen will die Last für dich tragen, ein Leben zu führen, das nicht deiner Wertevorstellung, deinen Bedürfnissen, deinen Fähigkeiten, und deiner Persönlichkeit entspricht?
Welcher dieser Menschen würde die Last für dich tragen wollen, jeden Morgen eine Maske aufzusetzen, um in eine Rolle zu schlüpfen, der er von Tag zu Tag immer weniger gerecht wird? Es ist dein Leben und nicht das Leben der Anderen.
Du kannst mit der Macht deiner Gedanken deine eigene Realität erschaffen!
Anleitung zum Manifestieren
Lass deine Worte einfach fließen (S. 31, 33, 35, 37) und mache dich frei von allen Grenzen.
Wenn es keine Grenzen gäbe (gedanklich, materiell, finanziell, gesundheitlich),
wenn du einfach nur träumen könntest:
Was für ein Leben würdest du führen?
Mit welchen Menschen würdest du Zeit verbringen?
Wie würdest du dich in deinem Körper fühlen?
Wie wäre deine gesundheitliche Verfassung?
Wie würdest du dich im Umgang mit anderen Menschen fühlen?
Was würdest du über dich selbst denken?
Helden & Idole deines Alltags als Inspirationsquelle
Wenn es dir schwerfällt, einfach draufloszuschreiben, dann beobachte dich im Alltag. Welche Menschen inspirieren dich? Was haben sie erreicht, was haben sie in ihrem Leben, was du dir gerne manifestieren möchtest?
Negative Überzeugungen über dich selbst entdecken und auflösen
Achte ganz besonders darauf, in welchen Momenten in deinem Alltag fühlst du dich unwohl oder schlecht? Finde heraus welche Gedanken diese negativen Gefühle in dir ausgelöst haben. Werde dir von Tag zu Tag bewusster welche negativen Überzeugungen du über dich selbst hast und formuliere sie innerhalb deiner Manifestation ins Positive.
Wenn du beispielsweise davon überzeugt bist, dass du faul bist (oder das andere, das über dich denken), dann formuliere diesen Gedanken um: >>Ich gebe stets mein Bestes.<< oder >>Andere bewundern an mir, dass ich mir immer Mühe gebe.<<.
Fühle deine Worte, denn, wenn deine Handlungen oder Gedanken mit negativen Gefühlen, wie Angst oder Schuld verknüpft sind, wirst du es schwer haben in die Umsetzung zu kommen oder deiner Manifestation Glauben zu schenken. Vielleicht stresst es dich sogar deine Manifestation zu lesen. Was möchtest du stattdessen empfinden? Stolz? Zuversicht? Selbstliebe? Freude? Du kannst deine Manifestation also erweitern, indem du sie mit einem Gefühl verknüpfst.
>>Ich bin ein attraktiver Mensch, weil ich mich und meinen Körper so liebe, wie er ist, weil er einzigartig ist und darauf bin ich stolz.<<.
Formulierung
Formuliere deine Manifestation so, als wäre diese Realität bereits eingetreten. Also nutze die Gegenwartsform. >>Ich bin, ich habe, ...<<. Du suggerierst deinem Gehirn somit, dass du diese Person bereits bist.
Klarheit über dein >>Warum?<<
Mache dir dein Warum bewusst. Warum möchtest du dieses Leben führen? Dient deine Manifestation dir oder dient sie deiner Außenwirkung, sprich, was andere von dir denken und halten? Grenze bei deiner Manifestation klar ab: Was dient dir? Was bereitet dir Freude und Leichtigkeit und was dient alleine deiner Außenwirkung oder dem, was andere von dir denken sollen. Bleibe bei dir!
Visionboard
Klebe, wenn du magst auf die zweite Seite deiner Manifestation Fotos/Bilder und gestalte dir somit ein Visionboard, das deine Manifestation visuell bekräftigt.
Tipp!
Übe dich in Dankbarkeit.
Vielleicht kennst du den Satz: >>Ich denke in Fülle.<<. Ich denke in Fülle bedeutet, dass du an die Dinge denkst, die bereits in deinem Leben vorhanden sind. Du fokussierst dich weniger auf die Dinge, die dir fehlen. Nutze die Ressourcen, die vorhanden sind und sei dankbar dafür, dass sie da sind.
Wofür kannst du heute dankbar sein?
- Dein Leben
- Menschen
- Liebesbeweise
- Aufmerksamkeiten
- Deinen Körper
Lese jeden Abend vor dem Einschlafen deine Manifestation, schließe die Augen und stelle dir vor- und schlafe mit der Vorstellung ein, dass du diese Person bereits bist.